Es ist lustig zu sehen, wie viele glauben, es reiche eine einfache Bahncard der Deutschen Bahn aus, um den Status bahn.comfort zu erhalten. So einfach ist es aber nun wirklich nicht, denn man braucht schon einen gewissen Umsatz im vorherigen Jahr, den man auch nur als Vielfahrer schafft, um “bevorzugt” behandelt zu werden. Schneller geht es mit der Mobility Bahncard 100 wie in meinem Fall. Touristen die sich als bahn.comfort Kunden ausgeben erkenne ich meist sofort auf dem ersten Blick. Aber ändern kann ich daran nichts, besonders nicht, wenn der Zug voll ist und ich mich erst zu den ersehnten Plätzen erkämpfen müsste. In den Fernverkehrzügen gibt es bestimmte Sitzplätze, die für bahn.comfort Kunden reserviert sind, zu denen aber auch normale Kunden der Bahn Zugang haben, was leider viele Urlauber zu schätzen wissen. Es wird denen empfohlen, man beachte den Ausdruck, die Plätze dann freizugeben, wenn jemand mit dem bahn.comfort Status kommt und den Sitz haben möchte. In der Praxis wird aber kein bahn.comfort Kunde die anderen Fahrgäste fragen und ihre Fahrkarten auf den Status überprüfen. Niemand wird sein Ticket auch freiwillig zeigen wollen. Also bleiben die Reservierungsbereiche für bahn.comfort Kunden eher mehr Schein als Sein, weshalb sie auch langsam zu verschwinden scheinen. Denn kein Schwein hält sich an den netten Vorgaben. Die grauen Aufkleber sind also nur zur Beruhigung oder zur Besänftigung der Stammkunden der Deutschen Bahn gedacht. Im Gegensatz zur ersten Klasse prüft auch kein Zugbegleiter die Legitimation zur Nutzung dieser Plätze. Das ist besonders jetzt im Winter für Vielfahrer hart, wenn die Züge aufgrund Ausfälle überfüllt sind und die Leute deshalb einige Stunden stehen dürfen. Wenigstens bleiben einem als Vielfahrer mit bahn.comfort Status die nicht für alle zugänglichen DB Lounges, in denen man sich von den ermüdenden Schlachten auf den fahrenden Kriegsfeldern erholen kann.
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