Logbucheintrag Nummer Vierundsiebzig

Logbucheintrag Nummer Vierundsiebzig vom Stellvertreter des Kapitäns Ngai auf der MS Chun: Wir verlassen gerade unser heutiges Ziel Stuttgart und sind nach über 2 Stunden Aufenthalt auf dem Land wieder unterwegs Richtung Heimathafen. Das Bild haben wir weiter vervollständigt, indem zuvor unbekannte Teile zum Puzzle hinzukamen. Es ist nichts mehr von dem einstigen Schnee zu sehen. Denn hier war es um einiges wärmer als in den letzten Tagen. Die Handschuhe wurden nicht mehr so sehr notwendig, wie sie es bei den letzten Ausflügen waren, um sich vor der Kälte zu schützen. Möglicherweise hätte es die aus Baumwolle auch getan. In Verbindung mit den Pulswärmern kann man mit dem dünnen Leder einige Grad unter Null überstehen. Zumindest wenn man sich etwas betätigt, also für Durchblutung und weitere Zufuhr von Wärme sorgt. Vielleicht würde auch eine Mülltüte reichen, um die Wärme des Körpers nicht so schnell entweichen zu lassen. Mit der Zeit wird immer klarer, wie ekelig die Menschen sind. Es zeigt sich in ihrem Verhalten, das die Verbreitung ihrer Krankheiten begünstigt. Wir wollen sie meiden, aber wir können uns nichts anderes leisten. Daher müssen wir zusammen mit den Schweinen leben. Was wir während unserer Expedition auch immer wieder bestätigt bekommen, ist, dass viele Menschen zu viel Geld verdienen. Die Armen müssen die Exzesse der Reichen zahlen, die immer dicker, verschwenderischer werden und mit fehlender Effizienz glänzen. Und weil sie deshalb immer langsamer werden, müssen andere die hohen Kosten für ihre rare Zeit zahlen. Das ist ein Witz, den keiner versteht, weil es so ernst ist, dass es niemand mehr sieht.

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