Die Bahncard 100 ist besser als jede Kino-Flatrate. Zumindest vorerst kann ich das so einfach stehen lassen, denn ich habe sie erst 17 Tage. Eins ist teurer als das andere, weshalb ich das Letztere nicht aus eigener Erfahrung, sondern aus einer Vermutung heraus unterstelle. In der Bahn hört man im besten Fall gute Geschichten aus dem Leben oder man sieht Protagonisten einer solchen Story. An dieser Stelle möchte ich mal nicht alle gleich in die selbe Kategorie einordnen. Manchmal ist es ruhig, aber öfters ist es laut. Es wird dem Bahnfahrer nie langweilig. Zumindest ist es seit Neujahr für mich bisher immer wie der erste Tag, wenn ich meine schwarze mit einer 100 beschrifteten Karte aus meiner Brieftasche hole und sie dem Zugbegleiter zeige, weil der Moment so unwirklich ist und ich mich dem nicht zugehörig fühle, da ich es mir eigentlich auch gar nicht leisten kann, wie treue Leser wohl sicher aus meinen Beiträgen im IchDoof Weblog wissen. Öfters streifen sie bei der Kontrolle nur ihren Blick über das Kärtchen und seltener schauen sie länger. Wahrscheinlich haben sich noch nicht alle von ihnen daran gewöhnt, dass sie tatsächlich im Umlauf und als nahezu unbegrenzte Mobilität nicht nur eine Legende ist, von der man gelegentlich redet, aber sie niemals selbst vor das eigene Gesicht gehalten bekommt. Deshalb lasse ich sie auch gelegentlich sich darüber beugen, indem ich die Black Mamba auf dem Portmanie liegen lasse, das dann auf meiner Tasche oder auf dem Tisch liegt. Im Kino hat man bei all der Spannung sicher seinen Spaß, doch in der Bahn bewegt sich alles, man ist ständig in Bewegung. Das ist ein schönes, wenn nicht sogar ein realeres und daher besseres Gefühl, selbst wenn sich meist nichts ändert. Gut, die Ausfälle und extremen Verspätungen sind einfach nur nervig. Die DB Lounges machen das Ganze dank bahn.comfort aber noch erträglich, wenn sie denn am jeweiligen Standort vorhanden sind. Außerdem machen sie Gewinne in Milliardenhöhe. Trotzdem werden die Preise weiter erhöht. Naja, ändern kann man daran als Kunde nicht viel, wenn man auf die Bahn angewiesen ist und die Alternativen weniger besser aussehen. Wenigstens behelfen sich die Fahrgäste, indem sie ihre Notebooks zur Kinoleinwand umfunktionieren. Die wenigsten von ihnen benutzen sie also tatsächlich zum arbeiten. Toll ist, dass heute zum Beispiel die nette Dame mich hat von Leipzig bis nach Frankfurt Flughafen Fernbahnhof bei ihr Sex And The City mitschauen lassen. Danke dafür, sollte sie das hier jemals lesen. Wie die Serie habe ich den Film natürlich auch schon bereits zuvor gesehen, wenn auch leider nur in schlechter Stream Qualität, weshalb es mich kaum gestört hat, ihn ohne Ton geschaut zu haben, weil ich es noch mehr oder weniger gut in Erinnerung habe. Die lustigsten Bahnfahrer sind die Simulanten, die jede mögliche Krankheit haben, um bloß keinen Nachbarn dulden zu müssen. Leider gibt es tatsächlich viele von diesen Kranken und da ist die Gefahr sehr groß, sich während einer solchen Fahrt anzustecken. Die Fortsetzung gibt es natürlich hier im IchDoof Weblog zum Beispiel als Eintrag im Logbuch. Für die Einführung ist es sicher zu spät, es sei denn jemand mag die vielen Beiträge vor dem hier lesen.
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