Die DB Lounges sind ein guter Ersatz für ehemals Starbucks und jetzt Woyton. Zugang erhalten aber nur spezielle Kunden der Deutschen Bahn (Vielfahrer) oder man zahlt halt Eintritt. Als Mobility Bahncard Kunde habe ich den bahn.comfort Status und bin damit dafür berechtigt. Für den Preis darf man auch was verlangen und man bekommt daher auch etwas zurück: Warme und kalte Getränke sind kostenlos. Außerdem erhält man einen schönen Platz, um sich vor, nach oder zwischen der Reise auszuruhen. Wer auf Kekse steht, wird hungertechnisch ebenfalls bedient. Zumindest wenn sie nicht bereits alle vergriffen sind, weil Kinder der Reisenden gerne mal kräftig zugreifen. Meist gibt es auch einen Fernseher in der Nähe, um den Blick nicht völlig orientierungslos hin und her zu bewegen, wenn man gerade nicht liest oder sonst beschäftigt ist. Denn eine große Auswahl an Zeitungen gibt es ebenfalls. Ich habe seit Anfang des Jahres fast alle DB Lounges besucht (sehe Logbuch im IchDoof Weblog) und bin sehr zufrieden mit dieser Einrichtung. Ich werde es wohl vermissen, sollte mir dieses Recht nicht mehr zustehen. Weil bei den nicht seltenen Verspätungen der Züge ist die Lounge der Deutschen Bahn die warme Oase zur kalten Jahreszeit. Im Sommer soll es angeblich sogar Eis geben. Außerdem muss man sich nicht mit den anderen Fahrgästen die Füße platt stehen oder im McDonalds die Zeit verbringen. Das ist nämlich schon fast Käfighaltung der übelsten Sorte, wenn man den nassen Atem des ebenfalls wartenden Nachbarn spürt. In der DB Lounge trifft man zudem meist Menschen mit etwas höherer Bildung im Vergleich zu den Kids aus den Ghettos in den Fastfoodketten und erspart sich das Wälzen im Schlamm der Schweine in den Bahnhöfen. Denn man kann in den Sesseln mit dem Kaffee in der Hand auf seine nächste Zugverbindung warten. Es muss auch nicht unbedingt Koffein sein: Mehrere Sorten Beuteltee stehen dem verwöhnten Gast zur freien Auswahl.
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