Stück 290 von 463 Stücken aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Ich reise, kann nicht, nein, will nicht stehen bleiben, wenn ich geistig hier doch diesen Stillstand fühle, der mir als ein Student im Rahmen des Studiums scheinbar auch aufgezwungen wird, dann will ich zumindest diese physische Mobilität, die mich in einer unbekannten Stadt zu einem Fremden macht, wahren und pflegen, eine letzte Freiheit spüren. Nun stehe ich als Pausenklingel auf diesem Rastplatz, der jede Größe prüfende Wind bläst stark, aber nicht beständig. Ein mit vielen Möglichkeiten glänzendes Tuch hält meine langen Haare zusammen, würden sonst mein Blick zu sehr stören, doch ich transpiriere sehr darunter, denn die Sonne, die mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit auf alle scheint, scheint schonungslos auf mich herab und anscheinend nirgends eine Heizung, die abgestellt werden kann. Im Bus hat es angefangen zu bluten, die Nase schoss das rote Leben aus mir heraus, während etliche Windräder am großen Fenster vorbei glitten, die sich Nachts als graue Riesen bemerkbar machen, und ja, man kann auch vom Sitzen müde werden, Stunden später habe ich aber immer noch nicht schlafen können, habe nur vor mir her gedöst und keinen wirklich vernünftigen Gedanken mehr zusammen bringen können.
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