Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 269)

Stück 269 von 463 Stücken aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Meine kleine Hündin wurde, weil die Menschen sich eher durch das Schicksal als durch ihre Vernunft bessern lassen, vor wenigen Stunden von einem üblen Fahranfänger angefahren, sie starb an ihren ab sofort in jedem Auto einen Mörder sehenden Verletzungen. Ich war noch nie ein großer Held mit seinen unverzeihlichen Schwächen, der ein armes Land retten muss, schon gar nicht ein Erlösung suggerierender Retter von Opfern solcher Wirrungen, mit seiner scharfen Sicht bei Tageslicht, allein die Medizin als einer der wenigen charmanten Wissenschaften, die erfreulicherweise alles tut, um kaputte Menschen zu retten, schafft es, das endgültige Ende, auch ohne Erfindungen aus einer Einbildungskraft, ein bisschen hinauszuzögern. Vielleicht hätte ich ihr einen Namen einer eleganten Göttin geben sollen, Gottheiten hebt man und lässt man, weil sie mutmaßlich so viel für uns tun, nicht laufen. Jetzt steinigt mich ruhig, manchmal erlaube ich mir halt Bilder, besonders von den sogenannten Göttern, die uns oder die wir in einer Stimmung erschaffen haben und denen wir uns vermeintlich unterwerfen müssen.

Related posts:

  1. Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 103)
  2. Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 142)
  3. Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 193)
  4. Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 447)
  5. Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 360)

Leave a Reply