Die ewige Jugend ist ein Menschheitstraum. Forscher suchen nach Loesungen im menschlichen Organismus. Jede Zelle des Menschen hat eine unterschiedliche Lebenserwartung. Denn “Je mehr Gifte eine Zelle abbekommt, desto rascher geht sie vermutlich zu Grunde und wird durch eine neue ersetzt”. So sind die Zellen fortwaehrend aggressiven Umwelteinfluessen ausgesetzt, wie es in den Schleimhaeuten oder der Haut der Fall ist, werden sie rasch ausgetauscht, um Schaeden zu vermeiden. Dagegen werden geschuetzt liegende Zellen, zum Beispiel im Muskel oder in den Organen, mehrere Jahre alt. Sie erneuern sich nur sehr langsam. Doch trotz jugendlichem Zellkleid altert der Koerper unentwegt. Die Kraftwerke der Zellen, die Mitochondrien, verlieren an Vitalitaet. Sie werden bei der Zellteilung stets weitergegeben. Lediglich die Fassade der Zelle wird renoviert, das Herzstueck bleibt erhalten. So sammelnsich im Erbgut der Zelle im Lauf des Lebens immer mehr Schaeden an. “Diese Defekte entstehen zum Beispiel durch Hitze, Sonne, Stress oder Strahlung”, sagt Ralf Baumeister, Alternsforscher von der Universitaet Freiburg. “Es gibt allerdings einen zweiten Mechanismus im Koerper, neue Zellen zu produzieren. Jedes Gewebe verfuegt ueber ein Reservoir an Stammzellen, die gerufen und dazu veranlasst werden koennen, sich in gewebespezifische Zellen zu differenzieren”, sagt Baumeister. “Wir wissen aber noch nicht genau, wie und wann die Stammzellen alternde Zellen ersetzen”, ergaenzt Hofmann. Bisher fehlt den Forschern jeglicher Anhaltspunkt, diesen Jungbrunnen zum Sprudeln zu bringen. So setzen die Alternsforscher lieber auf eine andere Methode, die Lebensdauer der Zellen zu verlaengern. Sie suchen nach einem Schalter fuer die Reparatur, damit die Zelle sich von Schaeden wieder erholen kann. Baumeisters Team hat bereits einen Weg entdeckt, wie sich das Reparaturprogramm der Zellen anwerfen laesst.
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