Gestern Abend habe ich Pirates of the Caribbean Am Ende der Welt gesehen und fand ihn sehr unterhaltend, sogar so sehr, dass ich den Piratenfilm von Regisseur Gore Verbinski hier mal schnell als empfehlenswert einstufe. Ob man die vorherigen Teile mit Johnny Depp als Captain Jack Sparrow und Orlando Bloom als Captain William “Will” Turner gesehen haben muss? Ich kenne sie lediglich noch mehr oder weniger schlecht aus der bröckelnden Erinnerung, aber auch nur sehr sehr wage: Also kann man sich „Pirates of the Caribbean Am Ende der Welt“ als Teil 3 der Reihe auch gut ansehen, wenn man die vorherigen Stücke mit Keira Knightley als Captain Elizabeth Turner (geb. Swann) nicht Daheim auf DVD oder im großen Kino auf Leinwand gesehen hat. Mich interessiert der Film besonders, weil ich Keira Knightley bereits seit Kick it like Beckham aus dem Englischkurs der Oberstufe kenne (und etwas später natürlich auch aus anderen Filmen wie King Arthur): Ich bin der Meinung, dass sie das toll macht. Aber vielleicht bin ich da etwas parteiisch, immerhin ist sie im Bereich meines Jahrgangs. Die meisten werden aber sicher alle Teile bereits gesehen haben, immerhin gibt es den von mir gesehenen Film seit 2007 im Markt. Da bin ich immer etwas langsamer als alle anderen, weil ich mir den Eintritt zu solchen Blockbuster wie Pirates of the Caribbean Am Ende der Welt nicht leisten kann: Wer jetzt hier auf den letzten Piratenlink klickt und bei Amazon etwas bestellt, kann mir etwas Gutes tun, weil ich dann ungefähr fünf Prozent Provision erhalte.
Die Piraten waren gestern Abend da
November 21st, 2009Neue Kategorie Digitalisiert
November 21st, 2009Demnächst möchte ich den treuen IchDoof Weblog Lesern unter der neuen Kategorie “Digitalisiert” mehr als bisher bieten: Mehr im Sinne von mehr spannende Bilder (Made with Canon 7D), zumindest ist es eine kleine Idee, die mit dem entsprechenden Flickr Account bereits eine Grundlage hat, um zu gedeihen und an Größe zu gewinnen. Der Aufmerksame wird jetzt merken, dass auch mein Twitter Account digitalisiert ist. Wenn es euch mit der Zeit gefällt, kann mir ja ein ganz Netter ein Flickr Pro Account spendieren, damit ich den vollen Umfang an Funktionen auf Flickr bekomme. Aber für den Anfang reicht der Flickr Basic von Yahoo. Die nächsten Tage oder Wochen wird es bis zu den ersten Gehversuchen noch dauern, doch ich wollte diese Kategorie jetzt einweihen, bevor der Gedanke daran vergessen ist, wie so oft: Das Schöne ist so flüchtig, obwohl es so langwierig ist. Seid nicht zu sehr gespannt, möchte niemanden enttäuschen. Übrigens: Natürlich wird die Veröffentlichung weiterer Stücke aus Skizzen auf Toilettenpapier fortgesetzt, habe im Moment diesbezüglich nur eine kleine Pause gemacht, um Zeit zum Atmen zu geben und aktuellere Dinge eine Chance zu bieten.
Nachteile Fahrt mit der Bahn
November 20th, 2009Ich finde es einfach nur schlimm, wenn sich die jungen und alten Mädels im Zug als dreiste Hobby-Nutten austoben und ihr Parfum missbrauchen, weil sie meinen, das reiche ihnen als Kleidung, um andere per Belästigung zu vernebeln: Nackt wie sie sind, verbreiten sie ihren Gestank im ganzen Zug. Nachteile gibt es viele, wenn man mit der normalen Bevölkerung im Zug der Bahn sitzt: Sie stinkt und ist laut. Auch ich gehöre zu diesen armen Schweinen. Allerdings versuche ich regelmäßig zu duschen und versuche zu schweigen! Andere BahnfahrerInnen scheinen es nicht zu verstehen, sodass ich mich gezwungen sehe, nach Alternativen zu suchen. Ich möchte zukünftig den Nahverkehr meiden, um den armen Schweinen zu entfliehen: ICE und IC sollen es (aufgrund der guten Erfahrungen) also bald bringen, aber wie bezahle ich diesen Quatsch? Ich habe einen Traum und der Titel zu diesem Film nennt sich “Bahncard 100″. Ich kann ihn mir nicht erfüllen, da dieser Blockbuster sehr teuer ist. Weder im Sofortkauf für einen vierstelligen noch im Abo für einen monatlich dreistelligen Betrag. Ich bitte um große und kleine Spenden, damit ich dem Haufen Elend nicht mehr begegnen muss und daran zugrunde gehe.
Hörsaal 1 der Uni Bonn ist besetzt
November 20th, 2009Ich sitze gerade vor dem besetzten Hörsaal 1 im Cafe im Hauptgebäude der Bonner Universität und warte bis sich was tut (damit meiner einer dann davon ein paar Fotos machen kann): Um zwei Uhr soll ein Vertreter des Rektors kommen und mit den Studenten verhandeln. Zumindest ist das die Hoffnung der Besetzer. Eigentlich sollte es heute schon um elf Uhr losgehen, aber der Termin wurde seitens der “gegnerischen Seite eigenmächtig” verschoben: Die Zeit wurde anscheinend in Arbeitsgruppen für weitere Ausarbeitungen ihrer Forderungen genutzt. Noch gut eine halbe Stunde und dann wird es spannend. Die Menschen hier gehen davon aus, dass es heute einen Räumungsversuch seitens der Leitung der Uni geben wird: Daher wird auf der Seite der Streikenden jeder Einzelne gebraucht, um den Hörsaal 1 von den Demonstranten besetzt zu halten: In Köln gab es heute laut Berichten aus den Medien bereits eine friedliche Räumung, die allerdings offenbar nicht freiwillig erfolgt ist. Update: Besetzung von Hörsaal 1 wird ab 16 Uhr durch Unileitung nicht mehr geduldet. Vollversammlung wurde oder wird daher im Anschluss nach “Dialog” zwischen Studierenden und Vertreter des Rektors durchgeführt.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 270)
November 17th, 2009Stück 270 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Im von Abfluss bedrohten Keller rosten Nägel, sie halten die schimmeligen hölzernen Sperrhölzer zusammen, diese sollen die einzelnen Kellerareale trennen, aber mit einer geschickten Hand und einem zweckentfremdeten Schraubenzieher kommt man auch ganz gut ohne einen Schlüssel in diese unbeleuchteten Kammern. Sachen die ich nie mehr wieder sehen und damit nie mehr ändern möchte, stelle ich daher immer in den Keller, und regelmäßig kommen die vermummten Räuber auf ihren Pferden, mit dem Degen in der rechten und dem Handy in der linken Hand, und rauben mir, fast so zuverlässig wie die gefälschten Schweizer Uhren aus der vermeintlich verstorbenen Sowjetunion, meinen enormen Reichtum bis auf das letzte Kuscheltier, den lassen sie mir hin und wieder noch, ein Herz für Kinder, wie niedlich, selbst bei diesen undurchsichtigen Kriegern schlägt das Herz noch in der Brust, immerhin muss es bei den nächsten Besuchen wieder jemanden geben, den man in Zukunft, vielleicht sogar unter dem großen Deckmantel der Wissenschaft, ausrauben kann, einzig das kann, wenn wahrscheinlich auch nur sehr kurzfristig, als eine Nachhaltigkeit bezeichnet werden.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 269)
November 17th, 2009Stück 269 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Meine kleine Hündin wurde, weil die Menschen sich eher durch das Schicksal als durch ihre Vernunft bessern lassen, vor wenigen Stunden von einem üblen Fahranfänger angefahren, sie starb an ihren ab sofort in jedem Auto einen Mörder sehenden Verletzungen. Ich war noch nie ein großer Held mit seinen unverzeihlichen Schwächen, der ein armes Land retten muss, schon gar nicht ein Erlösung suggerierender Retter von Opfern solcher Wirrungen, mit seiner scharfen Sicht bei Tageslicht, allein die Medizin als einer der wenigen charmanten Wissenschaften, die erfreulicherweise alles tut, um kaputte Menschen zu retten, schafft es, das endgültige Ende, auch ohne Erfindungen aus einer Einbildungskraft, ein bisschen hinauszuzögern. Vielleicht hätte ich ihr einen Namen einer eleganten Göttin geben sollen, Gottheiten hebt man und lässt man, weil sie mutmaßlich so viel für uns tun, nicht laufen. Jetzt steinigt mich ruhig, manchmal erlaube ich mir halt Bilder, besonders von den sogenannten Göttern, die uns oder die wir in einer Stimmung erschaffen haben und denen wir uns vermeintlich unterwerfen müssen.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 268)
November 17th, 2009Stück 268 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Eines Tages habe ich mit dem mal mehr, mal weniger exzessiven Kaffeetrinken aufgehört, ich war zu wach und davon zu müde, es hat mich langsam nur zerstört, und diesen Gefallen verweigere ich dem einfachen Denken, das den Menschen verachtet, auf einem Schlachtfeld sterben und mit dem eigenen Namen auf einem Denkmal stehen möchte, es musste reichen, mich dumm zu stellen. Musste meine Augen schließen, unabhängig davon, ob ich diesem Moment mein Vertrauen geschenkt habe, horchen und weiter horchen, weil die Sinne allein keinen ausreichenden Beweis für die Realität geben, bis eine Fliege an mir vorbei zischte und ich die Augen wieder zu öffnen begann, um zu sehen, ob die Gefahr vorüber war. Der morgendliche Kaffee wurde von mir als eine Verknüpfung von Anfang und Ende ziemlich herzlos durch einen morgendlichen Tee ersetzt. Mit meinen Fingern, weil jetzt die Hände mal schlagen sollen, zwicke ich ein paar Blätter in meine Tasse, lasse es für ein paar Minuten ziehen, schlürfe dann Schluck für Schluck und lege mich in mein weiches Bett.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 267)
November 17th, 2009Stück 267 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Die Stadt schenkte mir oft eine gewisse Sicherheit, weil ich nicht mehr kannte, als diese Gehorsamkeit. Damals und heute lebe ich in und mit der Stadt, habe mir Süßigkeiten beim Kiosk gegenüber gekauft und mir in den vielen Läden oder Einkaufspaläste immer wieder die gleichen Artikel angeschaut. Seit Beginn meines Denkens bin ich ein unentbehrliches Kind der Stadt, ich habe ihr dieses einmalige Gefühl verliehen, Schaufenster wie zauberhafte Galerien und dieses große vielfältige Leben. Alle Schmetterlinge könnten gleichzeitig kräftig mit ihren Flügeln schlagen und dennoch würde alles verharren, handwerklich reinste Präzision, ähnlich wie die bei einem guten Uhrwerk, dennoch ist die Beständigkeit hier keine Tugend. Aber mein armes ermüdetes Herz klopfte nun immer mehr am Schaufenster, das in seiner Zugehörigkeit zur Bühne nicht sofort als ein Türchen eines Adventskalenders ersichtlich war, und bat um etwas für manche vielleicht ungelegene Ruhe an diesen Tagen. Mit meinem damals mit allen Mut als eine Entwertung der Angst geklauten Kompass wollte ich als kleines, langsam die Sichtweisen anderer zu verstehen lernendes Kind mit seiner subtilen Heiterkeit weit weg reisen, um in meinem einst unstillbaren Hunger noch mehr zu entdecken, doch es blieb ein in die Zukunft blickender, nicht unbedingt einen Glauben voraussetzender Wunsch, weil es mir lediglich die Himmelsrichtungen wies. Die durch Helden verwüstete Erde bebt, jeder Sekundenschlag wie ein von einem Gangster ausgeführten Hammerschlag auf meinen den Geist blöd schauen lassenden Körper, im unregelmäßigen Rhythmus schwankt es im Takt des Herzens, als ein Gegenstück zur anhaltenden Sekunde, vielleicht als ein Protest, als letzter Widerstand, als eine Unregelmäßigkeit in einer großen Regelmäßigkeit dieses Stückes, als ein aus der Flucht entstandener Fehler im Konstrukt, das als ein misslungener Akt mit unbekannten Folgen für dieses Werk kein Zurück mehr erlaubt.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 266)
November 17th, 2009Stück 266 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Berühmtheiten stellen für Menschen Vorbilder dar, weil sie unter der Camouflage eine gewisse Freiheit verkörpern, sich ausleben, und alle können und wollen daran teilhaben, sie alle möchten sich damit an etwas orientieren, was es nicht gibt. Wenn ein kleines Mädchen sich in einen Jungen verliebt, verliebt sie sich in eine Ungezwungenheit dieses Geschlechts, das sich in die Küche stellen, aber auch hart in einer Fabrik arbeiten kann. Im tiefen inneren deines Körpers wirst auch du mich so sehen, wie es schon lange der Fall war, bin ein Hafen, dein Landeplatz nach einer langen Reise, austauchbar wie jedes andere Wesen. Deshalb musst du dich nach mir sehnen, mich entdecken, die vielen Feinheiten an diesem Ort, damit du mich lang halten kannst, fest in deine Arme, damit ich nicht verloren gehe, wie all der Sand in deinen Schuhen.
Skizzen auf Toilettenpapier (Stück 265)
November 17th, 2009Stück 265 aus dem im Februar 2008 erschienenen Buch Skizzen auf Toilettenpapier von Ngai Chun Cheung: Weiße Würstchen rollen, für Kinder vielleicht auch mal überraschend ohne lustigen Gesichtern, auf dem heißen rostigen Gitter, brutzeln, spritzen Fett zu allen Seiten hin weg und meist treffen sie mich, während ich daneben stehe. Verkohlt und völlig schwarz gebraten, werden sie den nichts ahnenden Touristen angeboten. Reingebissen und ausgespuckt, mit fremder Sprache ausgepeitscht, beschweren sich Verkäufer über solche Kunden und Geschmäcker über diese Wurst, und alle schütteln nur den Kopf, nur der nach Wissen hungernde Zuschauer rüttelt am Programm, um es endlich zu beenden. Beim anderen Sender läuft Musik, was man darunter in unserer Zeit auch versteht. Früh hat die Industrie hier aufgepasst, gemerkt wie einfach man uns zu beeindrucken hat. Im Refrain wiederholen sich einfache Rufe, bis dieser selbst zu einem Hit wird, in der Strophe finden überspitzte Stichwörter ihren Platz, denn nicht jeder versteht einen richtigen und ganzen Satz. Visuell befriedigt man Klischees, laszives Gleiten der langen Finger von den Lippen übers Kinn und über den ganzen Körper. Viele perfekte Beine die präzise auseinander geworfen, im Takt schnell auf und zu gemacht werden und sich im Bild dabei überall breit zu machen scheinen, während Hände im Rhythmus die Knie wechselnd streicheln. Aus allen möglichen Wörtern mit all ihrer Mehrdeutigkeit wird kleine Mädchen zu Müttern machendes Gestöhne, das nicht ganz ihre Seufzer übertönt, und aus einem Stuhl wird ein Sportgerät, an dem man scheinbar nur im niedlichen Badeanzug trainieren kann.